1:3 - Trauerspiel in Freiburg
Nach dem 2:2 gegen Sexau kam man mit gemischten Gefühlen in Freiburg an. Der Druck, heute unbedingt zu gewinnen war jedem bewusst. Auf dem kleinen Kunstrasen würde das Spiel auch über den Willen und den Glauben an sich selbst entschieden werden. Psychologisch wichtig war, dass Spielmacher Jörg Klausmann wieder mit wirken konnte.
In den Anfangsminuten konnte man den Eindruck gewinnen, dass hier und heute ein Sieg alle Mal drin ist. Der FCP zeigte sich aggressiv und Willenstark. Man konnte auch einen gewissen Druck auf das gegnerische Tor ausüben, doch blieb wie schon so oft erfolglos. Einzig nennenswert ist die Hereingabe von Jan Wernet, die flach von links kommend im 5er von Salvatore Zirilli nur denkbar knapp am Tor vorbei geschoben wurde.
In der 20. Minute durften die 10 mitgereisten Fans der Grünen, die 80% der Gesamtzuschauer darstellten, jubeln: Einer der spärlich gesäten konsequent zu ende gespielten Angriffe wurde nach Vorlage von Niclas Fischer von seinem Kompagnon Jan Wernet zum 1:0 verwertet. In der Folge hätte Sebastian Klausmann noch das 2:0 machen können, als er nach einem fulminanten Alleingang den Ball nur wenige Mikrometer am Tor vorbei schob (38.). Doch bewahrte der wie immer gut aufgelegte David Müller uns auch vor einem all zu frühen Dämpfer. So ging man mit einer nicht unverdienten Pausenführung in die geräumigen Kabinen.
Als immer noch treuer Fan kann man sich denken was nach einer guten Halbzeit unser Jungs passiert - Genau! Unsere Mannen spielen wieder denselben Stiefel wie bei den anderen Niederlagen. Es fällt wirklich auf, dass es der FCP in dieser Saison noch nicht einmal fertig gebracht hat ein konstantes Spiel abzuliefern. Und man hatte in der 1. Halbzeit nun wahrlich keinen Zauberfußball gezeigt. So kams wie kommen musste und man kassiert nach einem Alleingang eines Eintracht Spielers den Ausgleich per Lupfer über den machtlosen David Müller(60.). Im weiteren Verlauf konnte man keine großen Chancen mehr verzeichnen und ebenso nicht die Wende erzwingen.
Als wohl alle Spieler schon dachten man könnte einen Punkt mit nehmen, trafen die Hausherren in der 86. nach einem Freistoss per Kopf mitten in das wie so schon zerfetzte FCP-Herz. Der 1:3 Todesstoss folgte in der 89. per Konter.
Fazit: Die Niederlage geht in Ordnung, weil man sich nicht als Team präsentierte. Man kann erkennen, dass jeder Einzelne will, doch das Kollektiv zieht nicht an einem Strang. Was die Freiburger den Elztälern voraus hatten war, dass sie einfach aber halbwegs erfolgreichen Fußball spielten. Der FCP spielt immer viel zu verklausuliert und verspielt. Gegen Hochdorf darf man, ausgehend von der Tabellensituation nicht viel erwarten, doch vielleicht zeigt der FCP ja wieder sein sonniges Gesicht. Man kann nur hoffen. fw
Im ersten, von zwei Rückrundenspielen vor der Winterpause gab es gegen einen Abstiegskonkurrenten ein verdiente Niederlage. In den ersten 20-30 Minuten spielte man gemessen an den momentanen Ansprüchen ganz ordentlich. Die 1:0 Führung (21. Min.) durch Jan Wernet resultierte daraus. Je älter das Spiel wurde, desto schwächer wurde auch die Leistung der FCP-Truppe. Ausgleichstreffer 64. Min., 86. Min. 2:1 Rückstand, 90. Min 3:1 für den Gegner. War es der kleine Kunstrasenplatz, oder die offenen liegenden Nerven? Auch viele einfache technische Mängel bei den grün-weißen rundeten ein sehr schlimmes Fußballerlebnis im negativen Sinne ab. Ihr müsst an euch glauben rief der gegnerische Coach beim Stande von 1:1 in das Spielfeld rein. Mit diesem Satz hätten beide Mannschaften gemeint sein können. hjsch
Der FCP spielte mit: David Müller - Jonas Andris (15. Felix Martin), Sven Wachsmann, Claudius Schultis - Niclas Fischer, Sebastian Klausmann, Salvatrore Zirilli (85. Philipp Wangler), Michael Kuhn (90. Felix Wernet), Jörg Klausmann - Jan Wernet, Michael Dufner
Spieler des Spiels: Kapitän Sebastian Klausmann. FCP-Herzblut ohne Ende und dann wieder so was.
Spielbewertung aus Sicht des FCP:
Sechs Bälle= sehr gut

