Divenhaftes Verhalten des FCP- Mal Flop mal Top - 1:2 gegen Wasser
Mit 2 Siegen im Rücken war die Anreise in das bitterkalte Kollmarsreute wesentlich einfacher als sie es noch vor 2 Wochen gewesen wäre. Personell konnte man leider wieder einmal nicht aus den vollen schöpfen und musste sogar mit angeschlagenen Spielern in Spiel gehen.
Die Mannschaft war wohl noch in Kältestarre als es schon nach 6 Minuten 1:0 für den Gastgeber hieß: Der gegnerische Stürmer vollendet, nach guter Ballstaffette seiner Mitspieler, sehenswert von links ins lange Eck. Und die Kälte hatte wohl auch weiterhin die Spieler des FCP in ihrem Griff. Es wurde sich nur kaum, und wenn dann falsch bewegt, die Fehlpassquote betrug ungefähr 90% und von Kampf und Willen war auch nichts zu sehen. In der Verfassung in der sich der FCP in der ersten Halbzeit präsentiert hat, so hart es auch klingt, wird er sich nicht in der Kreisliga A behaupten können. Passend dazu fiel dann in der 42. Min der Gegentreffer zum 0:2. Ein gegnerischer Spieler schnappt sich im Mittelfeld den Ball, spaziert durch 6 Grüne hindurch, passt unbehelligt zum Stürmer der dann eiskalt einnetzt. Das man sich für dieses Gegentor nicht bedankt hat, war überraschend. In den ersten 45 Minuten hatte der FCP keine nennenswerte bzw. zwingende Torchance.
Nach der Halbzeit konnte es nur besser werden, und das wurde es.
Man nahm nun die Zweikämpfe an, versuchte das Spiel zu gestalten und hatte durch Jan Wernet auch 2 gute Chancen, die mit etwas mehr Glück auch mal zu 2 Toren reichen können. Man merkte förmlich wie die Hausherren zu zittern begannen. Zwar waren diese weiterhin gefährlich, doch konnten im Verlauf zu keinem weiteren Treffer kommen. In der 78. Min war es Michael Dufner vergönnt seinen 6. Saisontreffer zu markieren. Nach Pass von Salvatore Zirilli schloss er ins kurze Eck beherzt ab. Doch letztendlich reichte es wieder einmal nicht zum Punkt. Man hatte das Spiel in der ersten Halbzeit verschenkt.
Die derzeitige Situation könnte prekärer nicht sein: Viele Verletzte und Angeschlagene (Kaderübergreifend 8) zudem scheint es auch mit der mannschaftlichen Geschlossenheit zu hapern. Es muss endlich ein Ruck durch das Team gehen und jeder muss realisieren, dass man nun einmal kämpfen muss und dass man mit dieser Lari-Fari-Kickerei nichts erreicht. Drum sind alle Fans und die die es gern wären, es derzeit aber nicht zugeben möchten, eingeladen, ja sogar aufgefordert die verbleibenden Heimspiele zu besuchen und unsere Kicker daran zu erinnern für wen sie hier spielen und wen sie repräsentieren. Denn wie es mit Deutschland ist, so ist es auch mit dem FCP: Nur zusammen sind wir stark und auch der FCP kann die Wende schaffen. fw
Bevor nach fünf Min. die Heimelf mit 1:0 in Führung ging, hatten diese schon Einschussmöglichkeiten vergeben. Die SG Wasser/Kollmarsreute bestimmte im ersten Spielabschnitt das Spielgeschehen. Über einen deutlicheren Rückstand als 2:0 (42.) hätte man sich nicht beschweren können. Ganz anders der 2. Spielabschnitt. Mutiger wurde der Weg in die gegnerische Hälfte gesucht. Wobei der eingewechselte Jan Wernet frischen Wind in die offensiven Aktionen brachte. Leider reichte es nur noch zum Anschlusstreffer durch Michael Dufner (79. Min.). Alles in allem eine schmerzliche Niederlage, die ohne Vereinsbrille in Ordnung geht.
Der FCP spielte mit: David Müller - David Schultis (46. nach Verletzung Felix Martin), Sebastian Klausmann, Claudius Schultis, Jonas Andris - Niclas Fischer, Salvatore Zirilli, Michael Kuhn (76. Felix Wernet), Sven Wachsmann - Philipp Wangler (50. Jan Wernet), Michael Dufner
Man of the Match: Torhüter David Müller. Gewonnene 1 gegen 1 Duelle hielten den FCP im Spiel.
Bild: Lammfromm vor und nach dem Spiel darüber freut sich Ehefrau oder Freundin. Während der 90 Min. kämpfen wie ein Löwe, nur so wird der Erfolg nicht ausbleiben. Die zweite Halbzeit hat es gezeigt.
